Nach Durchführung der Planungsphase werden flächendeckend für das gesamte Kerngebiet Maßnahmenvorschläge zur Entwicklung und Sicherung vorliegen. Um die Projektziele zu erreichen, sollen davon in der anschließenden Umsetzungsphase insbesondere die Maßnahmen mit großer Effektivität umfangreich realisiert werden können. Zwei Zielkomponenten stehen daher für die Planungsphase im Vordergrund: - Eine aus der Sicht des Naturschutzes sinnvolle Planung.
- Eine auch über die Planungsphase hinaus tragfähige Akzeptanz dieser Planung bei den relevanten Akteuren, die es ermöglicht, dass die Planung auch umgesetzt werden kann.
Dementsprechend muss im Hinblick auf eine tragfähige Akzeptanz die Planerstellung von einem umfangreichen Abstimmungsprozess begleitet werden. Um dies zu gewährleisten wurde vom Land Rheinland-Pfalz die externe Moderatorin Frau Carla Schönfelder vom Büro team ewen aus Darmstadt damit beauftragt, ein Moderationsverfahren für das Projekt durchzuführen.
Die Moderatorin hat im Wesentlichen folgende Aufgaben: - Sie soll Veranstaltungen konzipieren, moderieren und dokumentieren.
- Sie soll als neutrale Person den Kommunikationsprozess zwischen Planern, Projektträger und weiteren Beteiligten auch jenseits von Veranstaltungen im Blick haben und unterstützen.
- Sie soll am Ende des Moderationsverfahrens eine Empfehlung für oder gegen die Durchführung der Umsetzungsphase abgeben.
Der Prozess des Moderationsverfahrens wird regelmäßig dokumentiert. Der 1. und der 2. Zwischenbericht sind hier eingestellt.
Zentrale Aufgabe der Prozessmoderation ist die Organisation und professionelle Unterstützung der Kommunikation zwischen den lokalen Akteuren und Betroffenen auf der einen und dem Projektträger auf der anderen Seite. Dabei gibt es folgende Schwerpunkte: - Den Fachdialog zwischen fachlich interessierten oder durch fachliche Maßnahmen betroffenen Akteuren und den Gutachtern. Die Moderation begleitet den Planungsprozess, ermöglicht Verständnis und gestaltet Feedback-Prozesse (Gutachter müssen zeigen, dass sie die Anregungen einbeziehen oder zumindest prüfen).
- Den Klärungsprozess zwischen Projektträger und interessierter Öffentlichkeit, und ggf. auch der kommunalen Politik über Umfang und Zielsetzung der geplanten Maßnahmen. Hierbei spielt auch die Öffentlichkeitsarbeit eine große Rolle.
Mit der Beteiligung lokaler Akteure und interessierter Bürgerinnen und Bürger soll ein Prozess in Gang gesetzt werden, an dessen Ende sich die Beteiligten in dem erzielten Ergebnis wiederfinden können. Prinzipien eines solchen Prozesses sind: - Inklusion: Jede Person, die sich an dem Verfahren beteiligen will, soll die Möglichkeit dazu haben. Die Moderation muss so offen sein, dass sich niemand ausgeschlossen fühlt. Da dies jedoch durch den Arbeitsprozess begrenzt ist, müssen Wege gefunden werden, Effektivität und den Wunsch nach Einbezug zu vereinbaren.
- Partizipation: Entscheidungen werden unter Beteiligung aller Akteure gefunden. Dass dies keine abschließende Abstimmung bedeutet, sollte klar sein. Aber es müssen Wege gefunden werden, dass Beiträge einzelner partizipierender Akteure sich im Ergebnis niederschlagen.
- Transparenz: Es muss für alle Beteiligten klar und nachvollziehbar sein, wie, warum und wo welche Entscheidung getroffen wurde. Es müssen alle für die Beteiligung am Prozess notwendigen Informationen zugänglich sein. Umgekehrt muss es die Chance für Vertraulichkeit und für ein „Noch-Nicht-Veröffentlichen" halbfertiger Ergebnisse geben. Um diese Kriterien zu erfüllen, muss frühzeitig geklärt werden, welche Fragestellungen wo diskutiert werden, wie und wann welche Ergebnisse festgehalten werden, wie verbindlich diese Ergebnisse für wen sind und wer Zugang zu welchen Dokumenten erhält.
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