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Extensivgrünland

Gerade in den höheren Lagen der Eifel mit ihrem rauen Klima ist vielerorts noch bis heute die kleinbäuerliche extensive Grünlandbewirtschaftung erhalten geblieben. Dort sind die einst für die Eifel typischen bunten und artenreichen Mähwiesen und Weiden der kollinen (150 - 300 m), submontanen (300 - 450 m) und montanen (450 - 1500 m) Stufe immer noch anzutreffen.

 

 

 

Die offenen Wiesentäler werden jedoch immer seltener, weil sich die Bewirtschaftung dort kaum noch lohnt. Die meisten Flächen sind bereits brachgefallen, wurden aufgeforstet oder sind einer intensiveren Nutzung zum Opfer gefallen.

 

Kleine Rinderherden erhalten die extensiven Weiden und freuen sich über jeden Besuch.

 

Zur Erhaltung der landwirtschaftlichen Nutzung der Talauen bedarf es wirtschaftlich stabiler Haupterwerbsbetriebe, die in der Lage sind, die betroffenen Wiesen und Weiden in den jeweiligen betrieblichen Produktionsablauf zu integrieren. Die ausschließliche Pflege von naturschutzwürdigen Kulturbiotopen ist weder gesamtökologisch noch finanziell sinnvoll.

 

 

Ein wesentliches Merkmal der extensiven Weidenutzung ist der Verzicht auf Zufütterung. Dies führt zu einer schonenden Beweidung mit niedrigen Besatzdichten.

Extensiv genutzte Mahdflächen werden vor allem dadurch charakterisiert, dass sie nährstoffarm sind, weil auf Düngung in der Regel ganz verzichtet wird. Zusätzlich ermöglichen späte erste Mahdtermine im Juli oder August den Gräsern und Kräutern die Entwicklung bis zur Samenreife und verschonen die Nester wiesenbrütender Vogelarten, wie Wachtel, Wiesenpieper, Baumpieper, Feldlerche, Goldammer oder Braunkehlchen.

 

Im Zusammenhang mit extensiver Grünlandnutzung sollen an dieser Stelle auch die Förderprogramme FUL (Förderprogramm Umweltschonende Landbewirtschaftung) und PAULa (Programm Agrar-Umwelt-Landschaft) des Landes Rheinland-Pfalz erwähnt werden.

Mit Hilfe dieser Programme wird der Verzicht auf eine intensivere Nutzung entschädigt. Dabei sind vorgeschriebene Auflagen einzuhalten, die der für die Region typischen und artenreichen Grünlandentwicklung entsprechen.

Weitere Informationen dazu finden Sie unter: www.pflanzenbau.rlp.de

 

 

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Obere Ahr - Hocheifel

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Umwelt
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