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Potentielle Maßnahmen

Flächenankauf

 

Die langfristige Sicherung ökologisch wertvoller Flächen in den Gewässerrandstreifen kann durch Flächenankauf zu Bodenrichtwerten oder durch Flächentausch erfolgen. Um auf Tauschmasse zurückgreifen zu können, ist auch der Kauf von Wald- und Grünlandflächen außerhalb des Kerngebiets denkbar. Zur professionellen Abwicklung des Flächenmanagements wird das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum - Westerwald Osteifel eingeschaltet.

 

Entschädigungszahlungen

 

Bei Zustimmung von Betroffenen können auch Maßnahmen durchgeführt werden, die zu Nutzungseinschränkungen führen. In diesen Fällen soll jedoch der Nutzer angemessen entschädigt werden. Nutzungseinschränkungen können zum Beispiel in Folge einer extensiven landwirtschaftlichen Nutzung entstehen.

 

 

 

Wasserbauliche Maßnahmen

 

  • Bachverrohrungen unter den Wegequerungen können, je nachdem, was die Nutzung der Wege und die Geländestrukturen zulassen, entweder ersatzlos entfernt oder durch Furten bzw. Brückenbauwerke ersetzt werden. Dabei steht das Ziel im Vordergrund, den Bächen wieder durchgehend ohne Unterbrechung ihr tiefgründiges Bachbett mit den unmittelbar daran angrenzenden Uferbereichen zurück zu geben.
  • Eine im Hauptschluss liegende Teichanlage kann umgebaut werden, indem ein sogenannter Bypass angelegt wird. Ein Bypass ist in unserem Fall ein künstlich angelegtes naturnahes Stück Bachbett, welches mindestens die Hälfte des ursprünglich komplett dem Teich zufließenden Bachwassers an der Anlage vorbeiführt. In engen Tälern ist jedoch solch eine Umbaumaßnahme unter Umständen nicht realisierbar.
  • Ufer- und Sohlbefestigungen sollen im Idealfall ersatzlos entfernt werden. Häufig müssen jedoch Kompromisslösungen gefunden werden.
  • Bei der Wiederherstellung von trockengelegten Altarmstrukturen werden in der Regel die vermeintlich zugeschütteten Bereiche wieder ausgehoben. Diese Maßnahme führt nicht nur zur Wiederbelebung wertvoller Lebensräume, sondern auch zur Entspannung bei Hochwasserereignissen

 

Grünlandextensivierung

 

Um den Rückgang des artenreichen Extensivgrünlands im Projektgebiet zu stoppen, sollen Grünlandflächen gekauft und zusammengelegt werden. Grünlandbrachen können durch Erstpflegemaßnahmen wiederhergestellt werden. Diese und andere Strukturverbesserungsmaßnahmen sollen günstige Vorraussetzungen für eine wirtschaftlich rentable Extensivbewirtschaftung schaffen.

Unsere Kulturlandschaft kann nur dann langfristig gesichert werden, wenn auch die ökonomischen Vorraussetzungen dafür geschaffen werden.

 

Waldumwandlung

 

Trotz sehr schlechter Wachstumsbedingungen stehen vielerorts standortfremde Gehölze, meist Fichten, in dichten Riegeln in der Aue und überdecken die Gewässer. Nicht nur aus naturschutzfachlichen Gründen führt an diesen Stellen eine Gehölzentnahme zu einer erheblichen Aufwertung der ehemaligen Auenwaldflächen.

Die Umbaumaßnahmen erfolgen dabei grundsätzlich mit fachlicher Unterstützung des Forstamts Adenau.

 

 

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 Naturschutzgroßprojekt
Obere Ahr - Hocheifel

Kreisverwaltung Ahrweiler
Abteilung 3.4
Umwelt
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53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler

Tel.: (02641) 975-256
Fax: (02641) 975-563
jochen.moelle@aw-online.de


Das Projekt wird gefördert durch:

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Bundesamt für Naturschutz


Rheinland-Pfalz - Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz


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